Home News Jagdgegner richten Schäden von über 30.000 Euro an

Jagdgegner richten Schäden von über 30.000 Euro an

Am Niederrhein wurden innerhalb weniger Monate mehr als 60 Hochsitze zerstört. © Nimphius/Kreisjägerschaft Wesel

Im Landkreis Wesel (NRW) und den angrenzenden Kreisen sorgen Jagdgegner für eine Spur der Zerstörung. Seit März wurden bereits mehr als 60 Hochsitze mutwillig zerstört. Die Täter gehen dabei äußerst professionell vor, wie der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel Alfred Nimphius gegenüber der Redaktion berichtete.

Metallleitern wurden mit Rohrschneidern in kleine Stücke zerlegt, Holzsitze umgeworfen und vermutlich mit Akku-Kettensägen unbrauchbar gemacht. Dabei waren die Täter sogar in der Lage einen Sitz aus extrem harten, alten Telefonmasten durchzuschneiden. Besonders fatal: Dieser Sitz wurde nicht umgeworfen und sogar bewusst das Sägemehl der Schneidekanten entfernt. Eine äußerst gefährliche Situation für den Jäger.

Jede der Taten wurde angezeigt und der Schaden von Sachverständigen beurteilt. Bis dato sind nach Angaben der Jägerschaft mehr als 30.000 Euro Schaden angefallen.

Staatsanwaltschaft sieht Fälle in Zusammenhang

Die Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigte in den Fällen zu ermitteln: „Wir haben konkrete Ermittlungsaufträge an die Polizeistellen herausgegeben“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Entscheidung, die einzeln eingehenden Fälle in einen größeren Zusammenhang zusammenzuführen, sei Ende Juli gefallen.

Ob es sich bei den Tätern um eine, oder mehrere, unabhängig voneinander agierende Tätergruppen handelt ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Bekennerschreiben gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Eine genaue Schadensschätzung kann die Staatsanwaltschaft derzeit nicht vornehmen, man gehe aber davon aus, dass die Schätzungen der Jägerschaft korrekt seien. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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