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Jagdgatter abschaffen

Ein Gatterhirsch vom 4. Kopf. Foto: Dieter Hopf


Noch vor dem Sommer soll das neue Jagdgesetz verabschiedet werden. Das Hauptaugenmerk der Novelle zielt auf Jagdgatter ab. Gegenüber dem „Kurier“ sagte Landesrat Stephan Pernkopf, dass ab sofort keine neuen Zäunungen genehmigt werden. Dabei seien die Streitereien der Kritiker und Befürworter nebensächlich. Ihm ginge es vor allem um die Verschwendung von Steuergeldern. Einerseits würden Grünbrücken zur Schaffung von Wildkorridoren finanziert und auf der anderen Seite „kauft sich jemand aus der Prominenz irgendwo 2.000 Hektar und zäunt die dann ein“, so Pernkopf. Das werde es in Zukunft nicht mehr geben. Auch der Landesjagdverband begrüßt unter dem Aspekt der Wiedervernetzung diesen Entschluss: "Wir glauben, das ist eine gute Initiative", so LJV-Geschäftsführer Dr. Peter Lebersorger gegenüber jagderleben.
Gleichzeitig soll es den Betreibern der aktuellen 75 Gatter (insgesamt 25.000 Hektar) an den Kragen gehen, denn aus verfassungsrechtlichen Gründen sei ein radikales Verbot nicht möglich. Deshalb werde man in Zukunft schärfere Kontrollen einführen. Darüberhinaus wird in Zukunft das Aussetzen von Schalenwild anzeigenpflichtig und nur noch zur Blutauffrischung möglich sein. Pernkopf will damit die nicht waidgerechte Jagd verdrängen.
BS