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Jagdfreies Genf, die Wahrheit

Ein Genfer Jagdexperte hat weitere Unwahrheiten des ZDF-Beitrags angeprangert. © Screenshot

Genfs Wildtiere leben gut ohne Jagd, behaupten Jagdgegner, eine professionelle Umweltpolizei betreue die Tierwelt. Die ZDF-Doku „Jäger in der Falle“ kommt zu dem Schluss, dass „sanftes Wildtiermanagement“ à la Genf pro Jahr jeden Bürger genauso viel wie eine Tasse Kaffee kostet. Was steckt hinter diesen wohlklingenden Phrasen? Der Deutsche Jagdverband hat in Genf nachgehakt und mit Eric Schweizer, Präsident des Genfer Jägerverbands „La St Hubert“, gesprochen.
Laut dem Experten sei es Heuchelei zu behaupten, dass das Schwarzwild die einzige Tierart ist, die in Genf reguliert wird. So wurden tausende Kaninchen, Hasen, räudige Füchse und in den vergangenen Jahren auch Rehe geschossen. Zusammenfassend wurde laut Schweizer die Jagd in dem Kanton nie abgeschafft. In Zukunft werden die Wildhüter sogar häufiger und auf noch mehr Wildarten jagen – auf Kosten der Steuerzahler. Einige Politiker verlangen daher, dass mehr private Jäger zur Reduzierung der Wildbestände hinzugezogen werden. Einige "genehmigte Privatjäger" jagen übrigens neben den Wildhütern seit der Einführung der Jagdruhe 1974.
Weitere interessante Fakten zur Jagd in Genf lesen Sie in dem gesamten DJV-Interview auf www.jagd-fakten.de. Obwohl die 50.000 Unterschriften für die Petition längst gesammelt wurden, ruft der Verband noch einmal alle Jägerinnen und Jäger auf, für diese Werbung zu machen.
BS/PM