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Jagd auf Wolfs-Mischling

Zum Verwechseln ähnlich: Dieser dreijährige Wolfshund wurde im April 2015 bei Bremen überfahren.


Bereits im Herbst 2016 wurden die Mischlinge mehrfach im sogenannten Schluckenauer Zipfel im Böhmischen Niederland beobachtet und fotografiert. Dabei kam laut den Mitarbeitern des „Kontaktbüro Wölfe in Sachsen“ der Verdacht auf, dass es sich bei den drei Tieren nicht um reinrassige Wölfe handeln könnte. In den darauffolgenden Wochen wurde einer der Welpen bei einem Wildunfall getötet, ein weiterer wurde legal erlegt. Genetische Untersuchungen des verunfallten Vierbeiners ergaben eindeutig, dass es sich um Hybride handelt.

Das Tschechische Umweltministerium hat deshalb örtliche Jäger mit der Tötung des letzten verbleibenden Welpen beauftragt. Aufgrund der artuntypischen dunklen Fellfärbung sei er gut von echten Wölfen zu unterscheiden. Er wurde zuletzt im April 2017 in dem Gebiet gesehen. Rechtlich abgesichert ist die Entnahme durch die Berner Konvention, die besagt, dass aus artenschutzrechtlichen Gründen Wolfs-Hybride aus der Natur entnommen werden müssen, wenn ein zweifelsfreier Nachweis vorliegt. PM/BS


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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