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Jagd vorbei - Halali?

© SaarForst

Der Grundtenor: Es gäbe zu viel Rehwild. Der Verbiss sei zu hoch. Der Wald sei vor dem Reh da gewesen, daher Wald vor Wild. Und im Nordsaarland, wo auch Rot-, Dam- und Muffelwild vorkommt, sei "eine Naturverjüngung ohne Zaun fast unmöglich", so SaarForst-Mitarbeiter Erich Fritz.
"Wir müssen sie (die Rehe) so bejagen, als wollten wir sie ausrotten", so Forstdirektor Dieter Bonaventura. Er sprach sich für ein Weg von der Ansitzjagd hin zur Bewegungsjagd aus, die von Borger als "Waldschutzjagden" bezeichnet werden. Also: Waldbau mit der Büchse!
Da rieben sich doch nicht wenige der Saarforst-Jäger die Augen. Verärgerung löste bei ihnen auch die schriftliche Androhung der Kündigung "aus wichtigem Grund" aus, falls sie nicht ab dem 1. Januar 2012 auf Saarforst-Flächen mit bleifreier Munition jagen würden. Das Argument, dass jeder verantwortungsbewusste Jäger noch einen gewissen Vorrat an bleihaltiger Munition besitze, konterte Umwelt-Staatssekretär Borger, "die könne er auf dem Schießstand verschießen". Ob sich bei einer solchen Kost genügend "engagierte Jäger" finden lassen und es da wohl zu der von allen Seiten gewünschten "guten Zusammenarbeit" kommt, das bleibt abzuwarten. Günther Klahm