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Jagd in Nationalparks soll möglich bleiben

Minister Till Backhaus (l.) war der Erste, der Präsident Volker Böhning zur Wiederwahl gratulierte. <div align="right">Foto: Ralf Stephan</div> © Stephan Ralf

Mecklenburg-Vorpommerns Jäger sollen weiterhin in den Nationalparks jagen dürfen. Das hat Agarminister Till Backhaus (SPD) den Jägern auf der Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes in Klink bei Waren zugesichert. Dabei müssten die Waidmänner und -frauen aber dem Naturschutzanliegen als oberstes Ziel stärker Rechnung tragen. So müssten Nationalparkgäste auch tagsüber Wild in den Schutzgebieten, wie auf Rügen und an der Müritz erleben können.
Umweltschützer und der Förderverein des Müritz-Nationalparks fordern die Einstellung der Jagd in den Parks. Zunächst sollten bestehende "Wildruhezonen" erweitert und danach nur noch außerhalb der Schutzgebiete gejagt werden dürfen.
Die Jagd sei wichtig, damit Pflanzen und Baumbestände sowie die Brutgebiete der Küstenvögel erhalten blieben, erklärte hingegen Backhaus, der selbst Mitglied im Landesjagdverband ist. Auch Schäden außerhalb der Schutzgebiete müssten vermieden werden. Wenn die Jagd in den Parks eingestellt würde, "da würden sich die Leute, die außerhalb der Nationalparks wohnen, herzlich bedanken", sagte der Sprecher des Landesjagdverbandes, Achim Froitzheim.
Backhaus dankte den Jägern zudem für die Wildfütterung in diesem harten Winter. Er kritisierte Stimmen, die solche Hilfe in Notzeiten gänzlich ablehnten. Zugleich forderte er die Jäger auf, im Vorgehen gegen die Schweinepest weiter intensiv das Schwarzwild zu bejagen.
Zum Abschluss der Tagung bestätigten die rund 200 Delegierten den Vorsitzenden des Landesverbandes, Volker Böhning, sowie das sechsköpfige Präsidium einstimmig für weitere fünf Jahre im Amt. PM