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Jagd auf Nandus erfolgreich: Besatz nimmt weiter ab

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 07.12.2021 - 16:55
Nandu-Hahn © FS
In Mecklenburg-Vorpommern ist die Jagd auf Nandus möglich.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch 121 freilebende Nandus im Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee. Wie die „dpa“ mit Verweis auf das zuständige Landwirtschaftsministerium berichtet, seien darunter 70 Altvögel, 28 Jungvögel aus diesem Jahr sowie weitere 23 Tiere, bei denen das Alter unklar sei. Im Herbst 2020 waren noch 291 Vögel gezählt worden, im Jahr 2019 waren es 456 Nandus.

Vögel stammen aus Schleswig-Holstein

Seit April 2020 dürfen in Mecklenburg-Vorpommern Nandus bejagt werden, um eine Ausbreitung der exotischen Neozoen zu verhindern. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Laufvögel waren im Jahr 2000 im Nachbarland Schleswig-Holstein in der Gemeinde Groß Grönau aus einer Farm ausgebüxt. Der Fluss Wakenitz war zugefroren, und so gelangten die ersten Sieben übers Eis nach Nordwestmecklenburg, berichten Einheimische. In den 20 Jahren vermehrten sich die Vögel – dank Mangel an natürlichen Feinden und ausreichend Äsung – rasch. Landwirte hatten sich immer wieder über große Schäden an Feldfrüchten beschwert.

Tiere werden scheuer und schwieriger zu bejagen

Die Bejagung der wildlebenden Nandu-Population wurde daher notwendig. „Es ist richtig, dass die Nandu-Population eng begleitet und ihre Ausbreitung begrenzt wird“, so Minister Till Backhaus.

Anfangs war die Jagd auf die Laufvögel noch recht einfach. So sagte einer der Jäger im Jahr 2020 gegenüber der Redaktion, als er den Vogel über das offene Feld anging: „Nandujagd ist zu einfach. Man kann es fast nicht jagen nennen“. Doch die Tiere seien durch den Jagddruck deutlich scheuer geworden und hätte ihre Fluchtdistanz vergrößert, sagt Backhaus. Dies könnte, neben der Bejagung, auch ein Grund dafür sein, dass der Besatz rückläufig sei, da sie bei der Zählung nicht mehr so leicht zu erfassen seien.


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