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Jagd soll Deiche retten

Teure Maßnahme: Eingebaute Schutzgitter sollen den Deich vor brechenden Rotten schützen. Foto: Burkhard Strehl


Laut eigener Aussage habe Minister Jörg Vogelsänger dazu Gespräche mit beiden im Land aktiven Jagdverbänden geführt. Besonders prekär scheint die Lage im Nationalpark Unteres Odertal zu sein. Zum einen werden jetzt besonders betroffene Deichabschnitte mit Elektrozäunen vor den Schwarzkitteln geschützt. In anderen Bereichen sollen in Kombination Kirrungen und fahrbare Kanzeln eingerichtet werden. Gleichfalls werden vermehrt kleine Drück- und Stöberjagden angesetzt. Im Einzelfall sei auch die Anlage von Schussschneisen in die von Vogelschützern besonders geschätzten Röhrichten und Seggenrieden möglich. Zusätzlicher Handlungsbedarf bestehe laut Vogelsänger in den Kreisen entlang der Oder und den kreisfreien Städten Frankfurt (Oder) und Cottbus. Die Jägerinnen und Jäger der Uckermark, von Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Spree-Neiße erhalten eine Prämie von 20 Euro für jedes erlegte Stück Schwarzwild, welches sie in den nächsten zwei Jahren mehr schießen. Als Referenzjahr gelte das Jagdjahr 2015/2016. (Bsp.: Ein Jagdausübungsberechtigter hat im JJ 2015/16 20 Sauen erlegt, im JJ 2016/2017 waren es 25 Stück. Bei Vorlage der Streckenliste zahlt ihm dann das Land 100 Euro. Voraussetzung: Der Schütze hat eine Schweißprobe für das Afrikansiche Schweinepest-Monitoring eingereicht. Bisher gab es diesen Zuschuss nur für die Randbereiche des Nationalparks, wir berichteten.) Verwaltungsjagd sind übrigens davon grundsätzlich ausgenommen.
Dabei sollen, unter Berücksichtigung des Tierschutzes, vermehrt Bachen zur Strecke kommen. Ebenfalls weißt das Ministerium auf das Modell "kleine Kugel" hin, welches seit dem 1. April in Kraft ist. Diese Regelung bedeutet, dass Patronen auf Frischlinge bis 20 Kilogramm eingesetzt werden dürfen, die eine Auftreffenergie von 1.000 Joule auf 100 Metern aufweisen (z.B. die klassische .222 Remington).
PM