+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2506 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 27.10.2021) +++
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Jagd: Wie ist es mit Ausgangsbeschränkungen und Lockdown?

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Donnerstag, 17.12.2020 - 17:22
Jaegerin-Winter-Wald © Michal - stock.adobe.com
Eine Einzeljagd ist trotz hartem Lockdown vielerorts ohne Probleme möglich.

Aufgrund des erneuten, harten Lockdowns, der in Deutschland seit 16. Dezember gilt, wurden auch die Bestimmungen für die Jagd in den einzelnen Bundesländern entsprechend angepasst.

Das Staatsministerium in Baden-Württemberg gibt auf seiner Homepage unter der Rubrik "Fragen-Antworten" zur Jagdausübung bekannt: „Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist sowohl tagsüber wie auch nachts nur bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Zu diesen triftigen Gründen gehören auch Maßnahmen der Tierseuchenprävention und zur Vermeidung von Wildschäden. Weiterhin sind die allgemeinen gesetzlichen Regelungen zur Ausübung der Jagd zu beachten.“

Ausnahmegrund: Tierseuchenbekämpfung

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen weist in einer Presseaussendung daraufhin, dass nach neuer Corona-VO Bewegungsjagden auf Schalenwild unzulässig seien. Jedoch wolle sich das Umweltministerium noch näher zum Thema Jagd äußern.

Auch Rheinland-Pfalz ermöglicht weiterhin die Jagdausübung. Bei der Gesellschaftsjagd sei dabei das von der Landesregierung veröffentlichte Hygienekonzept Jagd zu beachten.

In Bayern gilt eine nächtliche Ausgangsperre von 21 bis 5 Uhr. Wie das Ministerium bekannt gibt, stellt die Jagdausübung auf Sauen zur ASP-Bekämpfung einen Ausnahmegrund im Sinne des § 25 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe h der 10. BayIfSMV dar. Dafür ist ist ein Verlassen der Wohnung auch nach 21 Uhr möglich. Das Versorgen von verletztem Wild begründet ebenfalls während der nächtlichen Ausgangssperre den Aufenthalt außerhalb der Wohnung. Durch die erneute Schließung der Einzelhandelsgeschäfte, stellte sich auch die Frage nach der Verfügung von Jagdausstattung. Das bayerische Ministerium gibt bekannt, dass Geschäfte für den Jagdbedarf weiter geöffnet bleiben dürfen. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Wildtierportal Bayern

Sachsen, Brandenburg und Thüringen

Die Bundesländer Sachsen und Brandenburg, in welchen die Afrikanische Schweinepest bereits grassiert, ist die Jagdausübung auch weiterhin möglich. 

In Thüringen sei die Jagdausübung ebenfalls gestattet: „Die erforderliche Bewirtschaftung landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Flächen einschließlich erforderlicher Jagdausübung“ sei laut aktueller Verordnung ebenso erlaubt wie die nächtliche Jagd auf Schwarzwild.


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