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Jagd ist Artenschutz

Die Vertreter von Jagd und Naturschutz vor einer Betonrohrfalle. Foto: H.-P. Stehr


Die Verantwortlichen der Stadt Büdingen, der Nuturschutz-Verbände BUND und NABU sowie der Jägerschaft können zu Recht stolz sein. Anfang Mai stellten sie ihre Zusammenarbeit im Rahmen des 10. Hessischen Naturschutztages der Öffentlichkeit vor. Nachdem die militärischen Einrichtungen der US-Armee im Revier von Jagdpächter Hans-Peter Stehr abgebaut und renaturiert wurden, ist es gelungen, ein beispielhaftes Biotop für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Neben seltenen Vogelarten wie Weißstorch, Flußregenpfeifer, Bekassine und Co. findet man auch acht Wasserbüffel sowie Biber auf dem Gelände. „Wir haben hier ein gutes Verhältnis zwischen Naturschutz und Jagd“, sagte Stehr im Gespräch mit der Redaktion. Erfolge erreiche man nur gemeinsam.
Insbesondere die Fallenjagd spielt auf dem rund 12 Hektar großen Areal eine wichtige Rolle um der Hege seltener Arten nachzukommen. Der Einsatz von Kasten- und Betonrohrfallen ist deshalb unumgänglich. Das sehen auch die Naturschützer so: „Die Waschbären in der nächsten Ortschaft trennen nur etwa 600 Meter Luftlinie bis zum Biotop. Ein Schutz ist nicht anders zu machen als mit Lebendfangfallen, die regelmäßig überprüft werden“, erklärte Alexandra Bücking von der BUND Ortsgruppe. Auch andere Besucher des Naturerlebenistages äußerten keine kritischen Stimmen zur Fallenjagd im Schutzgebiet.
Aufgrund der guten Zusammenarbeit plant Büdingens Bürgermeister das Biotop auszuweiten. Schon im Herbst könnte es soweit sein.
MH
Näheres zum Jagdrevier Büdingen-Wolf finden Sie hier.