Home News Nach "Jagd": 1 zu 0 für Sauen

Nach "Jagd": 1 zu 0 für Sauen

Auf der A 81: Dieses Mal mussten sich die Treiber geschlagen geben. Foto: picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mitarbeiter des Forstamtes Heilbronn hatten vermutet, dass sich ungefähr 20 Stück Schwarzwild in den Büschen am Rand der Fahrbahn drücken. Sie sollen nach Auskunft der Polizei beim Bau des Wildschutzzauns versehentlich eingefercht worden sein. Um das Wildunfallrisiko zu senken, wurde gestern Morgen die Autobahn bei Weinsberg (Landkreis Heilbronn) für zirka vier Stunden vollgesperrt. Die knapp 20-köpfige Treiberwehr rückte mit vier Hunden an.
Bei dem Treiben wurden schließlich nur drei Sauen gesichtet. Diese traten jedoch nicht wie geplant die Flucht nach vorne an, sondern durchbrachen die Treiberkette nach hinten und drückten sich vermutlich wieder im Randbereich. Trotzdem zeigte sich Jens Brockstedt, Leiter der Autobahn- und Verkehrspolizei Heilbronn zufrieden mit der Aktion: „Der Abschnitt der Autobahn ist jetzt wieder sicherer“, sagte er im Gespräch mit jagderleben. Auch wurden laut Brockstedt Löcher in dem Zaun gefunden. Vermutlich haben die anderen Tiere den Einstand gewechselt.
Wie der Polizist berichtete, waren alle Jagdteilnehmer unbewaffnet: „Die Wildschweine sollten nur umgesiedelt und nicht erlegt werden.“ In nächster Zeit will die Polizei zusammen mit den Forstleuten beratschlagen, ob weitere Maßnahmen zur Wildabwehr und Unfallverhütung ergriffen werden müssen.
BS


Einen Filmbeitrag über eine ähnliche Aktion finden Sie hier.