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Jägerschaft startet Niederwild-Offensive

Vertragsunterzeichnung der am Projekt beteiligten Revierinhaber (v. li): Klaus-Dieter Böttcher, Kurt Ullrich, Dr. Hans-Heinrich Jordan (LJV-Präsident) und Berthold Volber. Foto: RS © RS

Unter dem Namen "Netzwerk Niederwild" soll die Studie in drei unterschiedlich strukturierten Revieren Sachsen-Anhalts Aufschluss über die Hintergründe der Niederwildmisere geben und Handlungsempfehlungen zum Erhalt von Hase, Fasan und Co. erarbeiten. LJV-Präsident Dr. Hans-Heinrich Jordan betonte zum Projektstart: "Der Feldhase ist die Leitart im Projekt, aber es geht in den Untersuchungen auch um die Bewahrung der gesamten Artenvielfalt im Agrarraum."
Auf der Grundlage einer durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde erarbeiteten Machbarkeitsstudie in den Referenzrevieren Bad Bibra (Burgenlandkreis), Wellen (Bördekreis) und Schenkenhorst (Altmarkkreis Salzwedel), kommen in den nächsten drei Jahren verschiedene Maßnahmen zur Biotopverbesserung und intensiven Raubwildbejagung zur Anwendung. In Zusammenarbeit mit den Landwirten sollen unter den Gesichtspunkten der Niederwildhege verschiedene Saatmischungen auf den unterschiedlichen Bodentypen getestet werden. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt setzt im Rahmen des Vorhabens auch auf Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Dafür ist die Errichtung von Kommunikationspunkten in den Revieren zur Weiterbildung der Jäger vorgesehen. Die Erkenntnisse und Erfahrungen des Projektes, das mit 100.000 Euro aus der Jagdabgabe finanziert wird, werden in einem Leitfaden zur Niederwildhege zusammengefasst, der dann allen Revieren im Land zur Verfügung steht.
RS