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Jägerland Nummer 1

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Mittwoch, 25.05.2011 - 10:05
LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke (re.) mit (v. li.) Ulrich Knocke, Bernard Schumacher, Georg Nieske, Claas Janssen und Günter Ilper. Sie waren mit der LJN-Verdienstnadel in Gold ausgezeichnet worden. Foto: NJ © NJ
LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke (re.) mit (v. li.) Ulrich Knocke, Bernard Schumacher, Georg Nieske, Claas Janssen und Günter Ilper. Sie waren mit der LJN-Verdienstnadel in Gold ausgezeichnet worden. Foto: NJ

Auch um den Nachwuchs sei es nicht schlecht gestellt. Im vergangenen Jahr hätten 2291 Jungjäger die Jägerprüfung erfolgreich bestanden.
Die Abschaffung der längst überholten Jagdsteuer wird die Landesjägerschaft wohl weiterhin beschäftigen: Erste Erfolge auf Landkreisebene seien gemacht. In einigen Regionen wurde die Jagdsteuer auf null gesetzt oder der Hebesatz zumindest gesenkt, auf eine landeweite Regelung wird dennoch gehofft.
Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet in der LJN seit einiger Zeit die natürliche Rückkehr der Wölfe. Damman-Tamke geht davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis sich auch in Niedersachsen territoriale Rudel bilden. Um darauf vorbereitet zu sein, habe sich die LJN dazu entschlossen, die natürliche Rückkehr der Wölfe federführend mit zu begleiten. "Nur so können wir die zukünftige Entwicklung aktiv mit gestalten", so der LJN-Präsident.
Weitere Punkte waren unter anderem die teilweise gravierenden Einschränkungen der Jagdausübung in Pachtverträgen durch die Landkreise als Naturschutzbehörde und die niedersächsische Domänenverwaltung in ihren Eigenjagdbezirken unter Berufung auf Naturschutzbelange. Beispielsweise gebe es Vorgaben zur Durchführung von Gesellschaftsjagden oder Verbote zum Aufstellen jagdlicher Einrichtungen. Mittlerweile habe die LJN diese Entwicklung zum Anlass genommen, das Thema mit Umweltminister Sander zu erörtern. Dammann-Tamke sprach aber auch den teils drastischen Rückgang der Fasanenbesätze an. Das Institut für Wildtierforschung werde deshalb mit einem Untersuchungsvorhaben zum Einbruch der Besätze beauftragt.
Damit es in Niedesachsen nicht zu einem ähnlichen "Szenario" wie beim "Wald-Wild-Konflikt" in Bayern komme, ist Dammann-Tamke froh, dass das Landwirtschaftsministerium auf die bewährte Option der "Wald-Wild-Kommission" zurückgreifen wolle. Diese Kommission habe sich schon in der Vergangenheit bei Konflikten zwischen Forst und privater Jägerschaft bewährt, indem sie den Beteiligten Vorschläge zur Konfliktbewältigung gemacht hatte. DB/IF