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Jäger, zieht nach Tirol!

Zufrieden mit dem Entwurf: Tirols Landesjägermeister Anton Larcher. Foto: Tiroler Jägerverband © Tiroler Jägerverband

Die schwarz-grüne Koalition ist sich einig, das neue Jagdgesetz kann auf den Weg gebracht werden. Ein gutes halbes Jahr intensive Gespräche mit der Politik liegen hinter Landesjägermeister Anton Larcher. Zwar steht nun auch die „Waldverjüngungsdynamik“ im Vordergrund der Neuerungen, doch zeitgleich hat es Larcher geschafft, die Jagd an sich in dem Entwurf als „landeskulturelles Interesse“ rechtlich zu verbriefen. Ebenso soll ein „Lebensrecht des Wildes“ im Gesetz verankert werden.
Stolz ist Tirols oberster Jäger auch darauf, dass sein Bundesland als einziges in Österreich an der Mindestgröße von Eigenjagden festhalten will – nämlich 300 Hektar. Es sei zwar möglich, auch Reviere von 115 Hektar als Eigenjagdbezirke zu bewirtschaften, aber dafür müssten viele Voraussetzungen erfüllt und ein Gutachten erstellt werden. Ebenfalls soll die Novelle Fütterungen neuregeln. Künftig dürften die Grünröcke diese für Rehwild ab dem 1. Oktober und für Rotwild ab dem 16. November beschicken. Schluss ist spätestens Mitte Mai, Kraftfutter wird verboten.
„Wir haben mit dem Gesetz einen guten Kompromiss gefunden“, sagte Larcher gegenüber jagderleben. Dass die schwarz-grüne Regierung sich deutlich zu „Wald mit Wild“ bekennt, könne absolut als Erfolg gesehen werden. Nun wird das Gesetz Ende Jänner in Begutachtung geschickt, schon im Mai könnten die Änderungen dann in Kraft treten.
BS