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Jäger zeigt Herz für Katzen

Das sind die zwei Fundkatzen. Foto: B. Zimmermann


Während einer Revierfahrt hatte der Finsterwälder Jörg Schenke zunächst eine Samtpfote im Wald gesehen. Einige Tage später war sie wieder an der selben Stelle, dieses mal in Begleitung eines Artgenossen. Er beobachtete die Tiere und erkannte, dass das nicht gewöhnliche Stubentiger mit Freigang seien können. Sie waren zwar scheu, hätten aber nicht das Weite gesucht, wenn man sich ihnen näherte. „Tierschutz hat immer was mit Jagd zu tun“, so Schenke. Dann handelte er.
Rund zweieinhalb Stunden telefonierte der Grünrock, doch niemand fühlte sich offenbar verantwortlich. Schließlich erreichte er Gudrun Rimpel vom „Katzennotasyl Doberlug-Kirchhain“. Zusammen fuhren sie gleich ins Revier und fingen nach kurzem Anlocken die beiden Verstoßenen ein. „Das sind reine Hauskatzen, die wurden ganz klar ausgesetzt“, zeigte sich Rimpel gegenüber jagderleben empört. Die etwa sieben Monate alten Tiere hätten ihrer Meinung nach keine Überlebenschance gehabt. Der Jäger habe sich „vorbildlich Verhalten“
Immer wieder kümmert sich die Tierliebhaberin um im Wald ausgesetzte Katzen. „Die Behörden müssen endlich eine Kastrationspflicht einführen“, fordert Rimpel.
BS