Home News Jäger wittern Intrige

Jäger wittern Intrige

Vorsicht bei der Verwertung von Unfallwild, auch wenn es für den Eigengebrauch ist. Foto: Werner Nagel


Der Vorfall belastet die Lambrechtener Jägerschaft (Oberösterreich). Zwei bei einem Wildunfall getötete Wildschweine sollen die Grünröcke verwertet und zum größten Teil weiterverkauft haben. Auch soll in einem Lokal ein Wildessen, bei dem die besagten Stücke verkocht wurden, gegeben haben. Wie die „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichten, hat eine Gaststättenbetreiberin eine Wildschweinverköstigung auch bestätigt. Auf Nachfrage von jagderleben erklärte die Bezirkshauptmannschaft (BH): „Die Jäger stellen den Sachverhalt jedoch in ein anderes Licht.“
Der Lambrechtener Jagdleiter, Alois Koblstätter, hat einen konkreten Verdacht, wer hinter den Anschuldigungen steckt. Es sollen andere Waidmänner sein, die bei der letzten Reviervergabe versucht hatten, in die Jagd einzusteigen – mit doppeltem Gebot. Da sie jedoch nicht bekommen hätten, was sie wollten, gingen sie jetzt diesen „schmutzigen“ Weg um sich zu rächen. „Erstens haben die Sauen noch gelebt, als wir zum Unfallort kamen und zweitens, haben wir nichts verkauft. Die Sauen wurden vom Veterinär beschaut, freigegeben und dann für den Eigenbedarf verwertet“, sagte Koblstätter gegenüber der Redaktion.
Wie Gerhard Obermair von der BH berichtete, stimmen in der Anzeige weder die Angaben über den Unfall-Lenker, noch das Datum des Vorfalls. Es gab aber einen Wildunfall im besagten Zeitraum. „Das Verfahren ist noch anhängig. Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern, bis wir mehr wissen.“ Klarheit erhofft sich die Behörde nach der Befragung des richtigen Fahrers des Unfallwagens.
BS