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Jäger nach Wildunfall beleidigt: Autofahrer verurteilt

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 02.07.2020 - 17:08
Autofahrer-Mittelfinger © WILLE HEIKKINEN
Der Autofahrer hatte den Jäger massiv beleidigt.

„Schwule Sau“ – diese Worte kommen einen 47-jährigen Autofahrer nun teuer zu stehen. Der Mann musste sich am Dienstag wegen Beleidigung vor dem Amtsgericht Zeitz (Sachsen-Anhalt) verantworten. Er hatte mit seinem Pick-up im vergangenen Jahr ein Stück Rehwild angefahren. Nach eigenen Aussagen hatte er 100m weiter angehalten und wollte nach dem Reh sehen. Auf der Straße war jedoch nur noch ein Schweißfleck zu sehen, das Tier sei verschwunden gewesen.

Ein Jagdpächter hatte das Ganze zufällig beobachtet und den Mann, nachdem er sich als Jäger vorgestellt hatte, darauf hingewiesen, dass er sich nicht von der Unfallstelle entfernen dürfe. Der Autofahrer habe daraufhin den Jäger übelst beleidigt. Neben den Worten „schwule Sau“ und „das geht dich einen Scheiß an“, soll er dem Waidmann auch Schläge angedroht haben. Der 47-Jährige Unfallverursacher entfernte sich daraufhin von der Unfallstelle.

Autofahrer hat mehrere Vorstrafen

Gegen den Strafbefehl in Höhe von 900 Euro hatte der Angeklagte zunächst Einspruch eingelegt. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Redaktion erklärt, zog der Mann seinen Einspruch in der Hauptverhandlung jedoch zurück und bestätigte die getätigten Angaben. Der Angeklagte hatte bereits im Vorfeld mehrere Täter-Opfer-Schlichtungsgespräche verpasst. Auch sein langes Vorstrafenregister mit 14 Verurteilungen, unter anderem wegen Beleidigung, sprach nicht für den Angeklagten. Ob er noch ein Verfahren wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu befürchten hat, konnte die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen.


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