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Jäger wehren sich

Schwarzwildexperte Rainer Grüter und BJV-Präsident Prof. Vocke (v.l.). Foto: BS


Gemeint hat damit BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke vor allem die Anschuldigungen von Schwarzwildprojekt-Leiter Niels Hahn, der diese vor dem Agrarausschuss im Landtag äußerte (wir berichteten). „ Über das, was von der Politik in Sachen Schwarzwild rausgegeben wird, kann man sich nur wundern. Es wird zu oft von Leuten mitgeredet, die keine Ahnung haben“, so Vocke. Anstatt immer auf die Jägerinnen und Jäger einzudreschen, müsste man sie sie viel mehr loben, allein weil dank ihnen im vergangenen Jahr wieder eine Rekordstrecke erzielt wurde. Wer immer nur fordere und selbst keine Hilfe anbiete, könne sich künftig andere suchen, die die Arbeit machen.
Um den Grünröcken entgegen zu kommen, fordert wieder der BJV die Staatsregierung auf, die Gebühren für Trichinen- und Cäsium-Kontrollen abzuschaffen. Ebenso müssen Verwaltungsvorgänge bei Verkehrssicherungsmaßnahmen im Rahmen von Treib- und Drückjagden kostenfrei werden. Laut Vocke sollten es jedes Jahr revierübergreifend ein bis zwei reine Schwarzwild-Drückjagden stattfinden. Denn bisher würden immer mehr Rehe als Sauen erlegt, wenn diese auch freigegeben werden.
Forstamtsrat und Schwarzwildexperte Rainer Grüter betonte bei dem Pressegespräch, wie wichtig der Erhalt der Rottenstrukturen ist. Leitbachen dürften seiner Meinung nach niemals geschossen werden, da dadurch schon Frischlingsbachen ihre Geschlechtsreife bekommen und schon im ersten Lebensjahr für Nachwuchs sorgen könnten. Deswegen sei es auch kontraproduktiv, „die erste Sau, die den Rüssel raussteckt, zu schießen“.
BS