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Jäger verkürzen Bockjagd

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Mittwoch, 28.05.2014 - 02:00
Der Vorstand des HR: Marcus Börner (Schriftführer), Esther Vandeck (Schatzmeisterin), Uwe Danger, Tobias Vandeck (stelv. HR-Leiter). Foto: Hegering © Hegering

Es sind die Jägerinnen und Jäger von Bad Oldesloe (Kreis Stormarn), die freiwillig auf die Ausdehnung der Jagdzeit auf den Rehbock verzichten wollen. Während die Schonzeit für Rot-, Dam- und Rehwild (Schmalrehe) verlängert wurde, sind seit dem 1. April 2014 in Schleswig-Holstein Böcke bis zum 31. Januar freigegeben. Die Argumentation der Gesetzes-Initiatoren, dass so weniger Jagdstress für Wildtiere entstehe, läuft laut Jägerschaft ins Leere, da Schwarzkittel und Böcke ja zu dieser Zeit noch bejagt werden. Ebenso seien die Abschusspläne für männliches Rehwild regelmäßig zum Oktober erfüllt gewesen.
Deswegen haben sämtliche (42) Jagdbezirke des Hegerings (HR) nun einstimmig beschlossen, die Jagd wie gewohnt zum 15. Oktober zu beenden und so gegen die oftmals rein ideologisch geprägte Einflussnahme der Politik auf bewährte Jagdpraktiken ein Zeichen zu setzen. Hegeringleiter Uwe Danger dazu: „Gegen die sinnlose Verkürzung bzw. Streichung der Jagdzeiten (...) können wir derzeit leider nichts unternehmen. Den Rehbock aber bis Ende Januar bejagen zu lassen bedeutet jedoch, dass oftmals in der Notzeit zusätzlicher Jagddruck entsteht und junge Zukunftstiere, welche zuvor (...) geschont wurden, ohne Rücksicht nach Geschlecht und Veranlagung erlegt werden. Dies widerspricht dem Tierschutz und unserem Hegeziel! Hiergegen verwehren wir uns.“
BS/PM