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Jäger zu Unrecht verdächtigt!

Die Entnahme und Untersuchung von Trichinenproben ist bei Wildschweinen gesetzlich vorgeschrieben. Foto: JMB © JMB

Der Wirbel, den in diesem Frühjahr Presseberichte über eine angeblich mangelhafte Trichinenschau bei Wildschweinen in Hessen verursacht haben, war grundlos. Denn die entsprechende offizielle Statistik präsentiert nur die halbe Wahrheit und das ist in diesem Fall eine ganze Lüge.
Seit einigen Jahren, so stellte die hessische Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Silke Lautenschläger (CDU) beim hessischen Landesjägertag in Bad Nauheim fest, "wird statistisch nur noch die Trichinenschau von jenen Wildschweinen erfasst, die in Wildbearbeitungsbetrieben oder Schlachthöfen verarbeitet werden." All jenes Schwarzwild, das Jäger ordnungsgemäß untersuchen lassen und dann direkt vermarkten, im eigenen Haushalt verwerten sowie an Verwandte und Bekannte abgeben, fällt hingegen aus der Statistik heraus. Das hätten inzwischen die Recherchen der Ministerialbeamten ergeben (Foto "Trichinenprobeentnahe": JMB).
Das Wiesbadener Verbraucherschutzministerium hatte hingegen aus Unkenntnis dieses neuen Sachverhalts noch Anfang Februar gegenüber der Presse verlautbart, dass in Hessen 2008 fast die Hälfte des zur Strecke gekommenen Schwarzwilds nicht auf Trichinen untersucht worden sei. Dr. Klaus Röther