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Jäger überführt Diebe: Kuriose Straftat im Wald

Kathrin-Fuehres
Kathrin Führes
am
Dienstag, 18.02.2020 - 07:12
Blaubeeren-unter-Kiefern © Geta - stock.adobe.com
Die Diebe wollten eine große Menge Blaubeersträucher entwenden (Symbolbild).

Zu einem kuriosen Einsatz wurde die Polizei am Sonntag in einem Waldstück bei Schwanheide (Landkreis Ludwigslust-Parchim/ Mecklenburg-Vorpommern) gerufen. Der kleine Münsterländer eines Jäger hatte vier Pflanzendiebe entdeckt. Der Waidmann konnte die Täter festhalten, bis die alarmierten Beamten eintrafen. Wie die Polizeiinspektion Ludwiglust mitteilt, hatten die Beschuldigten „im großen Stil“ wildwachsende Blaubeerpflanzen abgeschnitten.

240 Pflanzenbündel hatten die Verdächtigen bereits zusammengesammelt. © Privat

240 Pflanzenbündel hatten die Verdächtigen bereits zusammengesammelt

Beute sollte in Hamburg verkauft werden

Wie ein Sprecher gegenüber der Redaktion angibt, hätten die Beschuldigten vermutlich gezielt „Jagd“ auf die Pflanzen gemacht und waren mit Gummibändchen, Messern und Plastiktüten ausgestattet. Die Blaubeerpflanzen sollten wohl später auf einem Blumengroßmarkt in Hamburg verkauft werden. Wie die Polizei weiter berichtet, zählten die Beamten am Tatort 240 Pflanzenbündel, welche schon für den Abtransport vorbereitet waren. Gegen den mutmaßlichen Chef aus der Türkei und seinen drei rumänischen Pflückern wurde Anzeige wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Landeswaldgesetz erstattet.

Dies sei nicht der erste Vorfall gewesen. Bereits seit Jahren hätten organisierte Banden die Pflanzen gestohlen, jedoch konnte man sie bisher nie bei der Tat erwischen. Der entstandene Schaden sei hoch, da die Pflanzen nur langsam nachwachsen würden.