Home News Jäger über Wildbret-"Fehlalarm" verärgert

Jäger über Wildbret-"Fehlalarm" verärgert

Wildbret: Ein wertvolles Lebensmittel. Foto: JMB © JMB

Sechs der kontrollierten Proben wurden beanstandet, drei davon enthielten eine erhöhte Anzahl von Verderbniserregern und waren auch von der Sensorik (Geruch und Geschmack) her schlecht und somit genussuntauglich. Für die anderen drei ergingen lediglich "Hinweise". Diese Produkte könnten noch verzehrt werden, wären aber im Handel entsprechend zu kennzeichnen.
"Die Beanstandungsquote von zwölf Prozent liegt dabei völlig im Rahmen", erklärt Dr. Dr. Antje Krüger, Pressesprecherin des LALLF. "Im Jahr 2009 hatten wir bei Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs eine Beanstandungsquote von durchschnittlich 13 Prozent. Das Wildbret liegt also noch darunter." Anders als manche Medienberichte vermuten lassen, bestand ohnehin keine Gefahr für Verbraucher: "Bei einer Kerntemperatur von 70 Grad Celsius im Fleisch werden so gut wie alle gesundheitsgefährendenden Keime abgetötet. Beim Braten oder Kochen sollte das ja immer gegeben sein", beruhigt Dr. Antje Krüger.
Bleibt die Frage, warum einige Medien die völlig deplazierte Aufregung um den vermeintlichen Skandal schüren? Das Sommerloch scheidet als Erklärung ja aus. Ursprung der Aufregung scheinen die Informationen eines freien Journalisten zu sein, der die Ergebnisse zum Wildfleisch nach Abfrage im Amt an eine Nachrichtenagentur gegeben hat. Der Inhalt des Berichts für die Nachrichtenagentur ist dem LALLF nicht bekannt. Verschiedene Medien haben die Nachricht dann aufgenommen und sensationslüstern aufgebauscht.
Dr. Antje Krüger spricht in diesem Zusammenhang diplomatisch von einer "fachlich nicht fundierten Interpretation" der Untersuchungsergebnisse". SE