Home News Jäger stirbt bei Rettungsaktion

Jäger stirbt bei Rettungsaktion

Der verstorbene Norbert Weyland. Foto: Dr. Klaus Röther © Dr. Klaus Röther

Der 44-Jährige, der im Bad Vilbeler Stadtteil Massenheim vor den Toren Frankfurts die Jagd gepachtet hatte, wollte zusammen mit seinem Jagdterrier im heimischen Revier Fallen überprüfen. Als er nach mehreren Stunden nicht wieder zuhause auftauchte, alarmierten seine Angehörigen die Polizei.
Ein Verwandter des Jägers hatte unterdessen Weylands Auto in der Massenheimer Feldgemarkung entdeckt – etwa 50 Meter von einem Entwässerungsrohr entfernt. In der Betonröhre, die einen Durchmesser von zirka 60 Zentimeter aufwies, hatte sich eine rund 20 Zentimeter hohe Schlammschicht abgesetzt.
Ein Personensuchhund der herbeigerufenen Polizei schlug an der Röhre an. Feuerwehrleute beseitigten darauf hin den Schlamm und drangen unter Einsatz von Atemschutzgeräten in die Entwässerungsleitung vor. Nach zirka 30 Metern stießen sie auf die Leiche des Jägers. Am Tag danach fanden die Rettungskräfte auch den verendeten Jagdhund – wenige Meter von der Stelle entfernt, an der sein Besitzer starb. Norbert Weyland musste den Versuch, seinen Jagdgefährten zu retten, selbst mit dem Leben bezahlen. Die Polizei geht davon aus, dass der Jäger in der Röhre erstickt ist, schließt aber Tod durch Ertrinken oder einen Herzinfarkt nicht aus. ROE