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Jäger zum Spenden zwingen

Benedikt Schwenen © Markus Werner
Benedikt Schwenen
am
Samstag, 18.02.2017 - 01:10
Hohes soziales Engagement: Hier verteilt die Jägerschaft Osnabrück Essen bei einer Tafel. Das Wild dafür hatten sie mitgebracht. Foto: Peter Ehlers © Peter Ehlers

Jägerinnen und Jäger legen jährlich zahlreiche wertvolle Biotope an. Sie sorgen durch unterschiedliche Maßnahmen dafür, dass das Wildunfallrisiko reduziert wird und Straßen somit sicherer werden. Sie engagieren sich in der Umweltbildung und helfen bei der Seuchenbekämpfung. Als "Lohn" dafür dürfen Revierinhaber das anfallende Wildbret verwerten.
Doch das ist für "Die Linke" Kreisverband Rotenburg-Wümme schon zu viel. Denn das Wild sei ja herrenlos, "bis ein dazu befugter Jäger es sich mit einem Blattschuss kostenlos aneignet", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Partei. Da zum 1. April 2017 die Jagdsteuer entfalle, und das Wildbret oft vermarktet werde, liege ein geldwerter Vorteil zu Gunsten der Jäger vor. Deshalb fordert der Linke-Vorstand jetzt, dass 70 Prozent des Frischfleisches an die neun Lebensmittelausgabestellen der Tafeln im Kreis abgegeben werden. Die Unterstützung bedürftiger Familien sei schließlich eine soziale Aufgabe, die uns alle angehe. Dass (abgeshen von Eigenjagdbeseitzern) die Jäger einen Pachtpreis zahlen, haben die Parteivertreter bei ihrer Forderung offenbar außer Acht gelassen.
BS/PM