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Jäger als Schwan-Retter

Die beiden Vogelretter mit dem Schützling.


Die Tierschützerin hatte die Schwanenfamilie an einem Gewässer bei Wolfsburg (Niedersachsen) bereits seit längerem beobachtet. Nachdem eines der Elterntiere verstarb, verschwand das andere plötzlich auch. Die vier zurückgelassenen Küken blieben eine Zeit lang zusammen. „Als nur noch ein Küken da war, wurde mir klar, dass es nicht überleben kann,“ berichtet Bosch gegenüber jagderleben. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, das Jungtier selbst zu retten, bat sie um Hilfe. Allerdings konnten weder Ämter, noch Feuerwehr oder NABU helfen. Nach einer halben Woche erfuhr ein Jäger von dem Vorfall. Er erklärte sich bereit, mit Wathose und Käscher den Vogel anzupirschen und in Sicherheit zu bringen.

Leicht gestaltete sich die Rettungsaktion nicht. In dichtem Schilf und Schlamm verborgen, war der Jungvogel gut vor Räuber und Retter geschützt. Auch machte der Schwan es dem Jäger nicht einfach, da er sich unter dem Käscher wegduckte und auf die Flucht machte. Erst im zweiten Versuch lies er sich einfangen. In der Lokalpresse wurde der Schwanenfänger daraufhin als Held gefeiert.

Schwan-Waise wird aufgepäppelt

Inzwischen genießt derJungvogel die Betreuung des Artenschutzzentrums Leiferde. Dort soll er mindestens zwei Monate bleiben. „Ich bin sehr glücklich, dass es dem Kleinen gut geht“, erzählt Frau Bosch abschließend. SBA


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