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Jäger schießt Großtrappe

Foto: Thomas Bich © Thomas Bich

Ein Jäger hat bei Mühlstedt (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) eine der extrem seltenen Großtrappen geschossen, deren Bestand in Deutschland auf nur noch gut 100 Tiere geschätzt wird.
Der Mann soll einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung zufolge angegeben haben, dass die Trappe geschwächt gewesen und bereits von Kolkraben attackiert worden sei. Da er angenommen habe, dass die Trappe den Tag nicht überleben werde, habe er das Tier "erlöst" und dem Amtstierarzt übergeben.
Vogelschützer und Umweltverbände äußerten sich entrüstet über den Abschuss der Trappe und forderten harte Konsequenzen für den Jäger, der seit 20 Jahren Jagdscheininhaber sein soll. Die Untersuchung des Vogels ist bereits abgeschlossen, der Untersuchungsbericht liegt aber noch nicht vor. Aus üblicherweise gut informierten Kreisen war zu vernehmen, dass sich das Tier in normalem Ernährungszustand befunden habe. SE