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Jäger scheitert mit Schmerzensgeldforderung

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Freitag, 04.02.2011 - 01:02
Foto: Markus Götzfried/tz © Markus Götzfried/tz

Weil Ärzte des Deutschen Herzzentrums in München ihm entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch bei einer Notfall-Operation einen Herzschrittmacher auf der rechten anstatt der linken Seite eingesetzt hätten, zog ein 65-jähriger Jäger aus Freising (Oberbayern) jetzt vor Gericht – und verlor.
Wie die in München erscheinende "tz" berichtet, kann Wolfgang H. (Foto) seit der OP die Jagd nicht mehr ausüben, da ihm die Gefahr zu groß ist, dass beim Schießen der Herzschrittmacher in Mitleidenschaft gezogen wird. Dafür wollte der Waidmann 5000 Euro Schmerzensgeld von den behandelnden Medizinern. Mit seiner Forderung scheiterte er jedoch vor Gericht. Begründung: In der Krankenakte des Patienten sei der Wunsch nach einem Implantat auf der linken Körperseite nicht verzeichnet. Da half es auch nichts, dass H. beteuert, nicht nur er, sondern auch seine Frau hätten in der Klinik darauf hingewiesen. Letztlich stand Aussage gegen Aussage. Folge: Klage abgewiesen. RJE
Link: Zur Berichterstattung der "tz" über den Fall