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Jäger rettet schwerverletzten Jogger nach einer Nacht im Wald

Rasso Walch © Markus Werner
Rasso Walch
am
Freitag, 28.05.2021 - 15:21
Absperrung-Wald-Holzfaellung © blende11.photo - stock.adobe.com
Der Weg war deutlich sichtbar wegen Holzfällarbeiten abgesperrt.

Die ganze Nacht hatte ein schwerverletzter Jogger in der Nähe von Gräfendorf (Landkreis Main-Spessart, Bayern) um Hilfe gerufen, bis er heute Morgen gefunden wurde. Zu verdanken hat er seine Rettung einem aufmerksamen Jäger. Wie dieser gegenüber der Redaktion erklärt, war er gerade auf dem Weg zum Morgenansitz, als er die Hilferufe hörte. Statt also auf den Hochsitz aufzubaumen, suchte der Waidmann nach dem Ursprung der Schreie. Angekommen an einer Holzfällung vom Vortag ging es allerdings für ihn nicht mehr weiter, denn das Risiko sich selbst zu gefährden, war zu groß. Da er vorher von einem Jagdfreund mit dem Auto abgesetzt worden war und zudem kein Mobilfunknetz zur Verfügung stand, musste der Jäger etwa zwei Kilometer laufen, bis es ihm schließlich möglich war, die Rettungskräfte zu alarmieren.

Aufwändige Bergung

Nach kurzer Lagebesprechung ging es wenig später gemeinsam mit rund 15 Einsatzkräften zurück in den Wald. Dort mussten sich der Jäger und die Rettungskräfte erstmal bis zum Verletzten durchkämpfen. Denn dieser hatte die Sperrung eines Weges wegen Holzfällarbeiten nicht ernst genommen. Statt sich eine andere Route für seinen Lauf zu suchen, war der Mann über 20 starke Douglasien geklettert, die kreuz und quer über der Forststraße lagen. Schließlich war der mitte 60-Jährige ausgerutscht und hatte sich den Oberschenkelhals gebrochen. Bewegungsunfähig musste er dort die ganze Nacht in Sportkleidung bei etwa 4 °C und Regen auf Hilfe warten. Da er allein lebt, wurde er bis dahin auch nicht vermisst. Nach aufwändiger Bergung ging es für den Mann letztlich ins Krankenhaus. Den Einsatzkräften und dem Jäger sprach er seinen Dank aus.


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