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Jäger retten Greifvögel

Der junge Seeadler wurde mit einem gebrochenen Flügel gefunden.


Am 6. September bekam Paul Sömmer von der Naturschutzstation Woblitz (Brandenburg) einen Patienten geliefert. Der junge Seeadler war von einem Jäger bei einem Revierbegang gefunden worden. Wie Sömmer gegenüber der Redaktion erklärte habe er das Tier am nächsten Tag direkt in die Klinik für kleine Haustiere an der Freien Universität Berlin gebracht. Die dortigen Vogelspezialisten stellten einen Bruch von Elle und Speiche fest. Der Adler hätte in der Natur keine Überlebenschance gehabt. Sömmer vermutet, dass das Tier mit einem der vielen Windräder in der Gegend kollidiert sei. Eine Bleivergiftung könne nach der routinemäßigen Blutuntersuchung ausgeschlossen werden. Nach Aussage der Tierklinik geht es dem Adler nach erfolgreicher Operation gut. Ob er wieder ausgewildert werden könne, sei aber noch nicht klar.

Viele verletzte Vögel werden von Jägern gefunden

Immer wieder werden verletzte Greifvögel zur Naturschutzstation gebracht. Sehr häufig von Jägern. „Die Jäger fahren ja jeden Tag viele Kilometer durch die Landschaft und halten dabei auch die Augen offen.“ so Sömmer. Es sei nur natürlich, dass sie dabei auch mehr verletzte Vögel fänden. Die meisten Tiere würden einen Zusammenstoß mit Windrädern nicht überleben, erklärt er weiter. Falls ein Greif gefunden wird, sei es wichtig sofort Spezialisten zu informieren. Haustierärzte könnten den Vögeln meist nicht helfen. SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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