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Jäger pro Wolfsmonitoring

Mit ihren Unterschriften besiegelten Minister Aeikens (l.) und LJV-Präsident Jordan (r.) die Zusammenarbeit beim Wolfsmonitoring. Foto: RS


Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und dem Landesjagdverband erfolgte am 6. März in Magdeburg. Umweltminister Dr. Onko Aeikens verspricht sich viel von der Mitarbeit der Landesjägerschaft bei der Beobachtung und Überwachung der Wolfspopulation. „Jäger sind auf der gesamten Landesfläche präsent und damit hervorragende Akteure Daten und Zahlen zum Monitoring beizusteuern“, sagte der Minister. Eine Übernahme des Wolfs ins Jagdrecht, wie immer wieder gefordert, lehnt er ab. Sie würde am hohen Schutzstatus des Einwanderers nichts ändern, dessen Ausbreitung seiner Ansicht nach weder Euphorie noch Hysterie auslösen sollte.
LJV-Präsident Dr. Hans-Heinrich Jordan betonte, dass die Jäger die Kooperationsvereinbarung nicht als Selbstläufer, sondern als Verpflichtung zum aktiven Mitwirken am Monitoring verstehen. Der LJV betrachtet den Erhaltungszustand der Wolfspopulation entsprechend der FFH-Richtlinie als günstig. Von daher sollte eine Neubewertung des Schutzstatus und die Überarbeitung der „Leitlinie Wolf“ im Land rascher angegangen werden. „Wir brauchen klare Aussagen über die Populationsgrößen in Sachsen-Anhalt und in Deutschland“, forderte Jordan. Akzeptanz für den Wolf schafft man nur durch Sachlichkeit, Transparenz und Vertrauen.
In Sachsen-Anhalt wird der gegenwärtige Wolfsbestand mit fünf etablierten Rudeln angegeben. Die genetischen Untersuchungen erbrachten, dass bis auf einen Wolf, der wahrscheinlich aus Ostpolen eingewandert ist, alle Tiere zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation (Deutschland-Westpolen) gehören. Hinweise auf Hybriden wurden nicht festgestellt.
RS