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Jäger macht mysteriösen Fund: Deutsche Experten in Aufruhr

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Kathrin Führes
am
Samstag, 08.08.2020 - 16:35
Wald-dunkel © andreiuc88 - stock.adobe.com
Der Fund beschäftigt derzeit Experten in ganz Deutschland (Symbolbild).

Der Fund eines Jägers im Kreis Ebersberg (Bayern) beschäftigt derzeit Experten in ganz Deutschland. Der Waidmann hatte tief im Unterholz eine Betonplatte samt Metalldeckel entdeckt. Beim Öffnen der Fundstelle dann die mysteriöse Entdeckung: Unter der Platte befindet sich ein Brunnen.

Entstehungszeitpunkt gibt Rätsel auf

Da der Schacht mit unvermörtelten, kopfgroßen Flusssteinen ausgekleidet ist, gehen erste Schätzungen davon aus, dass der Brunnen mehrere Jahrhunderte alt sein muss. Und dies stellt die Experten vor ein Rätsel. Denn, wie Heimatpfleger Thomas Warg gegenüber „merkur.de“ berichtet, haben an dieser Stelle niemals Menschen gesiedelt. Wer macht sich also die Mühe, den vermutlich rund 20 Meter tiefen Brunnen zu graben?

Laut Historikern sei die Vermutung, dass der Brunnen ein Überbleibsel der ersten Siedlergruppen aus der Zeit um Christi Geburt ebenso unwahrscheinlich, wie eine Einordnung in die Zeit der Römer. Zwar habe zu Römerzeiten eine Straße durch den Forst geführt, jedoch sei diese zu weit vom Fundort entfernt, so „merkur.de“. Auch den Zusammenhang mit einer Salzstraße im Hochmittelalter hält man für wenig plausibel. Wahrscheinlicher sei hingegen eine Verbindung mit dem Kloster Ebersberg zwischen dem 10. und frühem 19. Jahrhundert. Der jetzt entdeckte Brunnen liege in der Nähe zum Klosterterrain und könnte damals zur Urbanmachung des Forstes angelegt worden sein.

Möglicherweise gibt es einen Seiteneingang

Auf den Bericht des „Merkurs“ meldeten sich Experten aus ganz Deutschland und wollen bei der Aufklärung des mysteriösen Fundes behilflich sein. Ein Spezialist für Hohlräume soll sich nun den Schacht ansehen. Möglicherweise geben Schlick und Sediment oder gar Scherben und Münzfunde am Grund des Brunnens Aufschluss darüber, wer den Brunnen einst im Ebersberger Forst anlegte. Bei der Erforschung des Schachtes sind übrigens Siebenschläfer den Menschen schon einen Schritt voraus. In rund zehn Metern Tiefe konnten die Tiere auf einem Metallgestänge beobachtet werden. Vermutlich gibt es sogar noch einen Seiteneingang zu dem rätselhaften Bauwerk.


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