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Jäger löst Einsatz von Polizei und Staatsschutz aus

Jaeger-Stutzen-Anschlag © Bergringfoto - stock.adobe.com
Ein Jäger war mit seiner Jagdwaffe in seinem Revier unterwegs: Staatsschutz und Polizei rückten aus.

In Ascheberg (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen) kam es am Sonntagabend zu einem Polizeieinsatz. Eine Zeugin bemerkte laut Polizei einen Mann in „soldatenähnlicher Uniform“, der mit einer Langwaffe unweit einer Asylunterkunft unterwegs war. Die Unterkunft befindet sich in Ortsrandslage. 
Die Frau alarmierte daraufhin die Beamten. „Aufgrund der örtlichen Nähe zur Asylunterkunft und eines möglichen fremdenfeindlichen Hintergrunds übernahm der Staatsschutz der Polizei Münster die Ermittlungen“, teilt die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Doch die Einsatzkräfte vor Ort und ein eingesetzter Hubschrauber konnten die Situation nicht aufklären.

Bewaffneter Mann war Jäger

Nach der Veröffentlichung des Polizeieinsatzes in den örtlichen Medien, meldete sich ein 28-jähriger bei der zuständigen Polizeidienststelle. Der Mann klärte den Sachverhalt auf: Er sei Jagdausübungsberechtigter in diesem Revier und war derjenige, den die Zeugin mit einer Waffe gesehen hatte. Der Jäger trug nach eigenen Angaben aber keine „Uniform“, sondern ganz normale Jagdbekleidung. Dem Waidmann drohen wegen dem Polizeieinsatz keine Sanktionen, so ein Pressesprecher gegenüber unserer Redaktion.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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