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Jäger wird zum Lebensretter

Lebensretter Franz Bliem mit seiner Jagdhündin "Ambra". Foto: Roland Holitzky © Roland Holitzky

Der Mann hatte per Handy eine Störungsmeldung aus dem Betrieb empfangen. Zur Behebung des Fehlers öffnete der Maschinist eine Fördertrommel und griff mit der Hand hinein, um Sägespäne zu entfernen. Dabei sprang das Gerät an. Der rechte Arm des Maschinisten wurde in die Förderschnecke gezogen und zerfleischt. Der Verletzte riss ein Stromkabel ab, was die Anlage stoppte. Es gelang ihm jedoch nicht, sich zu befreien.
Jäger Franz Bliem (47) hörte Hilferufe als er mit seinem Hund in der Nähe des Werks im Revier unterwegs war. Er ging ihnen nach und fand den Schwerverletzten, der zu verbluten drohte. Der Waidmann baute ein Schutzblech an der Maschine ab, was es ermöglichte, die Förderschnecke per Hand zurückzudrehen und das Unfallopfer zu befreien.
Nach der Erstversorgung durch den mittlerweile eingetroffenen Notarzt wurde der unter Schock stehendeVerletzte in ein Krankenhaus gebracht, wo der rechte Unterarm amputiert werden musste.
Die Österreichische Kronen Zeitung, die über den Vorgang berichtet hatte,hat Franz Bliem für seinen Einsatz mit der "Goldenen Krone" bedacht; einer Auszeichnung, mit der sie engagierte Zeitgenossen ehrt. "Ohne seine Hilfe", heißt es zur Begründung, "hätten zwei Kinder ihren Vater verloren". RJE