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Jäger und Hund von Keiler schwer geschlagen

Das ist er: Der inzwischen verendete Keiler konnte von einem Nachsuchengespann der KJV Tübingen später gefunden werden. Foto: A.H. © A.H.

Der genaue Hergang ist noch nicht ermittelt. Fakt ist jedoch, dass Jäger und Hund von dem inzwischen verendet aufgefundenen Keiler übel zugerichtet wurden. Der Nachsuchenführer erlitt durch das Gewaff der Sau großflächige Schlagwunden an beiden Beinen. Der Hund, ein BGS von Klub Bayerischer Gebirgsschweißhunde, trug ebenfalls tiefe Schmisse an beiden Keulen außerhalb der Schlagschutzweste davon. In einer dramatischen Rettungsaktion konnte der Nachsuchenführer gefunden und geborgen werden. Es war ein Kampf gegen die Zeit. Wie es aus dem Umfeld des Mannes gegenüber der Redaktion heißt, dauerte es wohl über eine Stunde bis der Verletzte gefunden war. Der Blutverlust war erheblich, ehe ein Helikopter ihn in eine Unfallklinik bringen konnte, wo er operiert worden ist.
Der Nachsuchenführer gilt in Fachkreisen als erfahren, mit jahrzehntelanger Praxis. Obwohl das genaue Geschehen noch nicht klar ist, könnte der Rüdemann es seinem Hund verdanken, den Vorfall überlebt zu haben. Nachsuchen-Kollegen vermuten, dass der scharfe BGS die Sau dazu gebracht hat, von dem Mann abzulassen.
Ein zweites Gespann der KJV Tübingen konnte nach der Rettungsaktion den mittlerweile verendeten Schwarzkittel auffinden. Der Keiler war weich getroffen und und ist an diesem Weidwundschuss verendet.
Das Beispiel zeigt wieder einmal, dass mit angebleitem Schwarzwild nicht zu spaßen ist und auch Erfahrung nicht vor bösen Überraschungen schützt. Dies gilt es gerade in diesen Tagen zu berücksichtigen, wo Erntejagden in großer Zahl anstehen, die nicht selten zu ad-hoc-Nachsuchen führen. Bei der Vorbereitung derartiger Jagden müssen geeignete Nachsuchengespanne mit eingeplant und organisiert werden. JMB
 


Josef-M. Bloch JAGDERLEBEN.DE-Redaktionsleiter. Jagdscheininhaber seit 1987, ab 1997 in verschiedenen Funktionen für die dlv-Jagdmedien tätig.
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