+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2.184 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 22.9.2021) +++
Home News Jäger hinterlassen Dreck: Bauhof schließt Aufbruchsammelstelle

Jäger hinterlassen Dreck: Bauhof schließt Aufbruchsammelstelle

Leonie-Engels © Leonie-Engels
Leonie Engels
am
Sonntag, 08.08.2021 - 07:26
Innereien © Ipek Morel Creations - adobe.stock.com
Viele Jäger nutzten die Aufbruch-Sammelstelle. Leider hinterließen sie den Platz stark verschmutzt .(Symbolbild)

Die im November 2018 durch den Landkreis Haßberge (Unterfanken/ Bayern) errichtete Wildaufbruch-Sammelstelle, wo Jäger ihren Aufbruch sachgerecht entsorgen konnten, wurde nun geschlossen. Grund dafür ist die übermäßige, durch Jäger hervorgerufende Verschmutzung der Sammelstelle.

Am Bauhof wurden drei Tonnen mit je 240 Liter Fassungsvermögen aufgestellt, in die alle Jäger den Aufbruch der Wildtiere entsorgen konnten. Zusätzlich gab es noch einen Metallbehälter, welcher extra für verseuchtes Material zur Verfügung stand. Letzteres diente als vorbeugende Maßnahme im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP). Der zentrale Punkt wurde von den Jägern sehr gut angenommen, weswegen die Behälter zwei Mal die Woche entleert, gereinigt und desinfiziert wurden. Dabei wurde die Sammelstelle nicht so hinterlassen, wie vorgefunden: Nicht nur die Tonnen waren in einem desolaten Zustand, sondern auch der ganze umliegende Bereich war verschmutzt, der wiederum viele Fliegen und Ungeziefer anlockten. Unter diesen Umständen sei der ehrenamtliche Betreuer der Aufbruch-Sammelstelle Wolfgang Lappe nicht mehr bereit, sich um den Platz zu kümmern, wie die „np-coburg“ mitteilte. Bisher wurde kein Ersatz gefunden und die Einrichtung ist geschlossen.

Neuen Betreuer gesucht

Wie das Veterinäramt der „np-coburg“ mitteilte, ist im Seuchenfall der Aufbruch erlegter Wildschweine unschädlich zu beseitigen. Für diesen Fall wurden Verwahrstellen eingerichtet, wie die am Bauhof in Ebern. Damit haben Jagdausübungsberechtigte die Möglichkeit, den Aufbruch kostenlos unschädlich zu beseitigen. Die Ausstattung und alle laufenden Kosten der Stelle werden vom Landkreis getragen. Nach der Bekanntgabe der Leistungsaufgabe durch den bisher verantwortlichen Jäger konnte seit Mai kein Nachfolger gefunden werden. Sobald sich eine Person aus der Jägerschaft findet, der auch in Zukunft die Sicherstellung der Einhaltung von Hygiene und Management vor Ort übernehmen kann, kann die Aufbruch-Sammelstelle in Ebern jederzeit wieder geöffnet werden.


Kommentieren Sie