Home News Jäger an Hasenpest erkrankt

Jäger an Hasenpest erkrankt

So ist's recht: Auch zum Eigenschutz trägt der Jäger Einweghandschuhe. Foto: KG


Die meldepflichtige Zoonose wurde in verendeten Hasen im Landkreis Dachau und Erding nachgewiesen. Obwohl sich ein Grünrock richtig verhalten hatte und das Tier zur Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gab, infizierte er sich offenbar. Während befallene Hasen und andere Arten (z.B. Kaninchen, Ratten, Mäuse, Eichhörnchen) an der Krankheit eingehen, können Menschen relativ leicht mit Antibiotika behandelt werden. Wie der jüngste Fall beweist. Der Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins Dachau, Dr. Max Lederer, berichtete auf Nachfrage von jagderleben, dass es dem betroffenen Jäger schon wieder gut gehe.
Die Hasenpest, die auch von Zecken übertagen werden kann, tritt immer wieder bei Tieren und auch Menschen auf. Seit 2007 konnte das LGL bei 20 von 135 untersuchten Feldhasen das Bakterium Francisella tularensis nachweisen. In Deutschland erkrankten im vergangenen Jahr 20 Personen.
Lederer sowie das LGL rufen zur Vorsicht auf: Jägerinnen und Jäger werden gebeten, tot aufgefundene Feldhasen untersuchen zu lassen. Spaziergänger sollen auf keinen Fall apathische, sich unnatürlich verhaltene Tiere (keine Scheu) anfassen. Von einer Seuche spricht jedoch niemand.
BS