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Jäger vor Gericht: Kind verletzt sich auf Hochsitz

Ein Hochsitz stürzte mit einem Elfjährigen darauf zusammen – der Jäger trägt Verantwortung (Symbolbild). © Michael Breuer

Ein Elfjähriger hatte einen Hochsitz in Friesoythe (Niedersachsen) erkunden wollen, als dieser umstürzte. Das Kind konnte sich selbst befreien, brach sich allerdings beim Sturz den Arm. Der zuständige Revierpächter beteuerte vor Gericht, der Hochsitz sei sicher gewesen und der Junge könnte sich auch anderweitig verletzt haben können. Diese Behauptung konnte der Jäger jedoch nicht belegen.

Die zuständige Richterin erklärte gegenüber der Redaktion, der Jäger habe auf Nachfrage eingestanden, diese Möglichkeit sei ihm nur zugetragen worden. Der Zeuge wolle nicht namentlich genannt werden. Fotos und die Aussage eines Polizeibeamten ergaben für das Gericht den Eindruck, dass der Hochsitz ungenügend gesichert war. Bereits im Ermittlungsverfahren war dem Jäger angeboten worden, das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen, das hatte er abgelehnt.

Ein erneutes Angebot der Staatsanwaltschaft in der Hauptverhandlung, das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung einzustellen, nahm der Revierpächter unter Zahlung einer Geldbuße von 500 Euro schließlich an.

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Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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