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Jäger gegen Anlieger

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Sonntag, 31.07.2016 - 02:10
Deckung weg: Thomas Schomaker zeigt einen gemähten Wegesrand. Foto: Hegering Werlte © Hegering Werlte

Im gesamten Emsland (Niedersachsen) besteht das Problem, berichtet Thomas Schomaker, Leiter des Hegerings Werlte. Anlieger würden immer wieder Wegeseitenräume mähen, obwohl sie das weder müssten, noch dürfen. Damit nähmen sie dem Wild die letzte Deckung und Nahrungsquellen, welche besonders zur Erntezeit von Rebhuhn, Fasan und Co. überlebenswichtig seien. Als mögliche Beweggründe für die "ehrenamtliche" Arbeit der überordentlichen Zeitgenossen führt Schomaker Erleichterungen bei der Ernte sowie ästhetische Gründe an. Ein gemähter Getreiderand sähe für einige scheinbar besser aus. Der Hegeringleiter fordert in einer Pressemitteilung jetzt die Bevölkerung auf, Courage zu zeigen und mögliche rechtswidrige Mäharbeiten anzuzeigen. Schließlich seien Landwirte und beauftragte Lohnunternehmer nicht nur während der gesetzlichen Brut- und Setzzeit nach dem Tierschutzgesetz zur Rettung von Wildtieren bei der Ernte verpflichtet. Dieser Appell der Jägerschaft sei eher ein Hinweis auf geltendes Recht, als eine Drohung zu verstehen, so der Hegering abschließend.
BS/PM