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Jäger für Zeckenforschung gesucht

Zecken übertragen verschiedenste Krankheiten (Symbolbild). © Pixabay.com Hans Braxmeier

Professor Martin Pfeffer von der Veterinärmedizinischen Fakultät an der Universität Leipzig (Sachsen) hat ein neues Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Es soll eine kleinräumige Karte mit der Verbreitung der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) erstellt werden. Ausserdem wird untersucht, warum die Krankheit sich so unregelmäßig in der Natur ausbreitet. Für die Erforschung benötigt er die Mithilfe der sächsischen Jäger. Für die Waidmänner bedeutet die Unterstützung des Projektes nur geringen Aufwand. Statt die Decke erlegten Rehwilds zu entsorgen, wird sie in ein vorbereitetes Probeset verpackt und bei einer Annahmestelle abgegeben. Diese sollen in Form von Kühltruhen bei Gemeindezentren eingerichtet werden.

Auch im Norden sollte man sich impfen lassen

Ein wichtiger Aspekt der Forschungsarbeit wird die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Gefahr sein. Zwar treten laut Pfeffer etwa 95 Prozent der Fälle in Süddeutschland auf, aber auch im Norden raten Experten zur Impfung. Zu oft würde die Krankheit nur durch Zufall diagnostiziert. Pfeffer greift auf Rehwild zurück, weil die Tiere standorttreu seien und eine hohe Attraktivität für Zecken besäßen. Waidmänner zählen laut der „Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau“ zu der Risikogruppe für Zeckenstiche. Deshalb sollte es im Eigeninteresse der Jägerschaft liegen, sich an dem Projekt zu beteiligen.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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