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Jäger für Studie gesucht: Strahlenbelastung bei Wildbretverzehr

Junger-Keiler-Hochsitz © Erich Marek
Besonders Schwarzwild weißt in einigen Regionen teilweise eine hohe radioaktive Belastung auf.

Seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind auch heute noch einige Pilz- sowie Wildarten mit radioaktivem Cäsium-137 belastet. Da Jäger in der Regel mehr Wildbret als andere Personen verzehren, möchte das Bundesamt für Strahlenschutz im Zuge einer Studie untersuchen, wie hoch die Aktivität von Cs-137 bei dieser Personengruppe ist.

Jäger werden in Messkammer untersucht

Wildbret vom Schwarzwild kann stellenweise bis zu mehrere Tausend Becquerel Cs-137 pro Kilogramm enthalten, so das Bundesamt für Strahlenstutz. Wird häufiger belastetes Wildfleisch zu sich genommen, kann es sein, dass das Cäsium-137 in die Muskeln gelangt und sich gleichmäßig im Körper verteilt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz sucht daher Jäger, die sich in Neuherberg bei München einer kostenlosen 20-minütigen Untersuchung in einer Messkammer unterziehen. Direkt im Anschluss erhalten sie dann die Messergebnisse sowie eine Bewertung durch das Bundesamt für Strahlenschutz. Wenn Sie die Studie unterstützen wollen, melden Sie sich bei der Inkorporationsmessestelle in München. Ansprechpartner ist Oliver Meisenberg, Telefon: 030-18333-2432 oder unter ikm-neuherberg@bfs.de.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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