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Jäger freigesprochen

Die Erlösung dieses kranken Knopfbocks sorgte für Empörung. Foto: Tierschutzverein © Tierschutzverein

Vor etwa einem halben Jahr wurde der Grünrock von einem anderen Jäger in ein Siedlungsgebiet gerufen, mit der Angabe, dass sich auf seinem Grundstück ein kranker Bock aufhalte (wir berichteten hier). Nach dem Eintreffen suchte das sichtlich kranke Stück die Flucht, woraufhin der Vierbeiner geschnallt wurde. Da an einen Fangschuss aufgrund der Schaulustigen nicht zu denken war, argumentierte der Angeklagte vor Gericht, habe er sich für die kalte Waffe entschieden und den Bock abgefangen.
Für den zuschauenden Jäger, der sich Schützenhilfe vom Tierschutzverein holte, Grund zur Anzeige. Er habe den Bock gequält und nicht schnellst möglich vom Leid erlöst. Jedoch nicht nach Ansicht eines geladenen Sachverständigen sowie des Richters. Der Jäger habe richtig gehandelt und alles getan um den Qualen ein Ende zu setzen. Freispruch lautete also das Urteil, wie Pressesprecher Dr. Walter Koller gegenüber der Redaktion bestätigte. Wie sich später herausstellte, war das Reh vermutlich Tage zuvor Opfer eines Unfalls gewesen. Ein zertrümmertes Becken wies daraufhin.
BS