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Jäger freigesprochen

Beim Harzer Roten Höhenvieh handelt es sich um eine seltene Mehrnutzenrasse. <br>Foto: Carolin Hasemann © Carolin Hasemann

Am vergangenen Mittwoch, den 28. März 2012, wurde der Jäger freigesprochen, der im Oktober 2010 bei einem nächtlichen Ansitz mehrere Rinder der seltenen Rasse "Harzer Rotes Höhenvieh" beschossen hatte (jagderleben.de berichtete hier). Eines der Rinder wurde damals so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Bei einem weiteren Tier lösten die Schüsse eine Notkalbung aus und musste ebenfalls erlöst werden. Die dritte Kuh überlebte die Verletzungen.
Der Direktor des Amtsgerichtes Osterode, Wolfgang Büermann, teilte der Redaktion mit, dass der zuständige Richter den Angeklagten freisprach, da er ihm zwar größte Fahrlässigkeit unterstellte, nicht aber vorsätzliches Handeln. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro gefordert.
Ganz vom Tisch ist die Sache wohl noch nicht, denn der Staatsanwalt hat nun die Gelegenheit, binnen einer Woche Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen und so gegebenenfalls in die zweite, nächst höhere Instanz zu ziehen. Der 37-jährige Jäger hatte 2010 nach dem Vorfall freiwillig seine Waffe und seinen Jagderlaubnisschein abgegeben.
BS