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Jäger findet Waffendepot

Gefahr gebannt: Mehrere Fachkräfte des TPA beseitigen den Kriegsschrott der Wehrmacht. Foto: H. Benecke © H. Benecke

Vor wenigen Tagen war Jäger Tobias Thätner in seinem Revier (in der Nähe von Salzwedel) zur Fuchsjagd unterwegs. Beim Angehen eines Baus stieß er auf eine Vertiefung im Boden. Von der Neugier gepackt, ob sich in dem Loch vielleicht ein Fuchs sprengen ließ, sah er genauer nach und staunte: „Mindestens acht Karabiner, Munition und Gasmaskenbehälter habe ich entdeckt“, erklärte Thätner im Gespräch mit der Redaktion. Das Versteck sei mit bereits verfaulten Kiefernästen abgedeckt gewesen. Der Jäger meldete seinen nicht alltäglichen Fund der örtlichen Polizei.
Kurze Zeit später wurde das Waffen- und Munitionsdepot vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Technischen Polizeiamtes (TPA) in Magdeburg geräumt. Zwei Fachleute haben die Fundsachen zunächst untersucht, so Polizeisprecher Axel Föstering. Dann habe man den Kriegsschrott fachgerecht entsorgt. Mahnend fügte er hinzu, dass in diesen Fällen Vorsicht geboten ist: „ Die Finder sollten immer die Finger weglassen und die Polizei informieren. Der Jäger hat vollkommen richtig reagiert.“
Thätner vermutet, dass seine Entdeckung mit einer ehemaligen, etwa 150 Meter entfernten, Wehrmachts-Schießbahn zusammenhängen könnte.

MH