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Jäger erschießt Hund in Lebendfalle – Jagdschein weg

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 06.01.2020 - 15:24
Australian-Shepard © Markus - stock.adobe.com
Die Hündin gelangte in eine Lebendfalle und wurde später tot aufgefunden.

Weil er einen Hund erschoss, verliert ein Jäger aus dem Landkreis Schweinfurt nun seinen Jagdschein. Wie die Mainpost berichtet, sei der Australian Shepherd eines örtlichen Bürgermeisters am 1. März 2019 beim Spaziergang plötzlich verschwunden. Auch auf mehrmaliges Rufen sei der Vierbeiner nicht zu seinem Besitzer zurückgekehrt. Bei einer späteren Suche wurde der Hund dann tot in einer Lebendfalle gefunden. Bei einer veranlassten Obduktion fand ein Tierarzt ein Projektil im Kopf des Hundes. Der Hundehalter stellte daraufhin eine Anzeige.

Jäger klagt gegen Sperrfrist

Bei Ermittlungen durch die Polizei konnte schließlich einer der Jagdpächter als Täter ermittelt werden. Gegen einen erteilten Strafbefehl über eine Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen wegen des Vorwurfs der unbegründeten Tötung eines Wirbeltieres in Tateinheit mit Sachbeschädigung hatte der Jäger zunächst Einspruch einlegt, diesen aber später zurückgezogen und den Strafbefehl akzeptiert. Obwohl die verhängte Strafe unter der Grenze von 60 Tagessätzen lag, welche in der Regel zu einer Unzuverlässigkeit und damit zum Verlust des Jagdscheins führt, lag, zog das Landratsamt Schweinfurt den Jagdschein des Mannes ein.

Wie eine zuständige Pressesprecherin des Landratsamtes gegenüber der Mainpost erklärte, haben „gröbliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und das Waffengesetz“ vorgelegen. Auch ein Sperrfrist für die Wiedererteilung legte das zuständige Amt fest. Gegen diese wurde jedoch durch den Mann Klage eingereicht. Nun muss sich ein Gericht mit dem Fall beschäftigen.