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Jäger erhöhen Belohnung

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Dienstag, 23.02.2016 - 12:38
So fand der Seeadlerbeauftragte das Weibchen vor. Foto: J. Neumann © J. Neumann
So fand der Seeadlerbeauftragte das Weibchen vor. Foto: J. Neumann

Das verendete Weibchen wurde am vergangenen Donnerstag tot auf seinem etwa 18 Meter hohen Horst in der Nähe der Gemeinde Balje-Hörne entdeckt. Der Landkreis Stade sowie der Naturschutzbund Nabu haben umgehend Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Erste Untersuchungen ergaben, dass der als kräftig und in einem guten Ernährungszustand beschriebene Greif ein sechs bis acht Millimeter großes Einschussloch aufgewiesen hätte. Für Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls ist daraufhin eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt worden.
Auch die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) verurteilte die Tötung. „Die illegale Verfolgung von Greifvögeln ist alles andere als ein Kavaliersdelikt und wir distanzieren uns ausdrücklich und in aller Form von dieser Tat“, so LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Sollte sich bei den polizeilichen Ermittlungen herausstellen, dass es sich um einen Jäger und Mitglied des Verbandes handle, habe er neben einer strafrechtlichen Verfolgung auch mit verbandsinternen Disziplinarmaßnahmen zu rechnen. „Für strafrechtlich bewehrte Artenschutzvergehen haben wir weder Verständnis noch Platz in unserem Verband“, so der Präsident. Deshalb erhöhte die LJN gestern die Belohnung um 2.000 Euro. Damit winken dem Zeugen, der die entscheidenden Hinweise zu Ergreifung des Täters liefert, insgesamt 12.000 Euro.
dpa/LJN

Aktualisierung vom 29. Februar 2016

Laut "NDR" handelt es sich bei dem Greifvogel um ein Männchen. Experten waren zuvor davon ausgegangen, dass es sich um ein Weibchen handelte, weil das Tier so kräftig war. Zudem ermittle inzwischen die Staatsanwaltschaft, heißt es.