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Jäger-Demo in Hessen

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Samstag, 26.09.2015 - 02:10
Die Teilnehmer bei der Kundgebung. Foto: Arnold/DJV © DJV
Die Teilnehmer bei der Kundgebung. Foto: Arnold/DJV

Unter dem Motto "Hände weg vom Jagdrecht - Keine Aushöhlung durch die neue Jagdverordnung" folgten insgesamt über 3.500 Teilnehmer dem Protestaufruf des Landesjagdverbandes sowie des Deutschen Jagdverbandes. Um 11.00 Uhr startete der orangefarbene Demonstrationszug in Richtung Staatskanzlei. Dort angelangt richtete der LJV in From einer Kundgebung folgende Forderungen an das grünregierte Umweltministerium:
  • den Bestand des aktuellen hessischen Jagdgesetztes, so wie es in der Koalitionsvereinbarung von CDU und Grünen bestätigt worden ist.
  • keine Verkürzung der Jagdzeiten
  • keinen stillen Frühling in Hessen. Der LJV will weiterhin Krähen und Elstern zum Schutz der Gartenvögel bejagen
  • längere Jagdzeiten auf Wildgänse. Die Populationen sollen in vertretbarem Maße bleiben
  • die Erlaubnis Wildtiere auch dann in Notzeiten zu füttern, wenn weniger als 60 Zentimeter Schnee liegen
  • gefährdete Tierarten besser durch das Jagdrecht als durch das Naturschutzrecht zu schützen
  • die rote Liste nicht als ideologisches Kampfinstrument zu missbrauchen.
  • die Art der Bodennutzung (Jagd) und des Eigentumsrechtes nicht willkürlich einzuschränken

Kampfgeist bei den Nachbarn

In Nordrhein-Westfalen sind bekanntermaßen schon die praxisfernen Ideologien einiger Unbelehrbaren gesetzlich in Kraft getreten. Doch geschlagen geben will sich damit die Jägerschaft nicht. Der LJV hat dem Innenministerium einen Antrag auf eine Volksinitiative vorgelegt. Mit dem Sammeln von 66.000 Unterschriften will man jetzt erreichen, dass sich erneut der Landtag mit dem "ökologischen Jagdgesetz" auseinandersetzen muss. LJV-Chef Ralph Müller-Schallenberg wird dazu persönlich alle 65.000 Mitlgieder seines Verbandes anschreiben.
BS/PM