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Jäger befreit Hirsch

Zur Sicherheit mit Revolver: Der Jäger hatte sich auf alles vorbereitet. Foto: Grunow © Grunow

Zugetragen hat sich die Rettungsaktion in Upschört im Landkreis Wittmund. Der Hirsch hat sich wohl in der Nacht beim Versuch zu fegen mit seinem Geweih in der Siloplane einer Biogasanlage verfangen. Verständigt wurde der Jäger von Bekannten, die bemerkten, wie sich das Tier immer wieder panisch aus der Falle zu befreien versuchte. Sofort machte sich Grunow mit seiner Frau auf den Weg, die das Ganze mit der Kamera festhielt.
„Ich habe mich langsam dem Hirsch genähert“, berichtete der Jäger mit 40 Jahresjagdscheinen gegenüber jagderleben. Doch der Schaufler lief die ganze Zeit hin und her. „Der muss schon lange gekämpft haben“, deutete Grunow die Spuren im Gras. Irgendwann sei es ihm dann gelungen die Plane festzuhalten. Ruhig auf das Tier einredend setzte es sich schließlich und ließ die Prozedur über sich ergehen. Zur Sicherheit fixierte der Retter die Läufe des Hirsches mit einem Band. Zufällig habe er noch schnell vorm Rausfahren ein Teppichmesser eingesteckt. Mit diesem gelingt es das mittlerweile sehr festgezogene Material aus dem Geweih zu entfernen. Die ganze Aktion hatte über eine Stunde gedauert. Als der Schaufler nun endlich frei war, sprang er jedoch nicht sofort ab: „Es sah so aus als müsste er erst noch verpusten“, so Grunow. Diese Gelegenheit nutzte der Grünrock aus, um sich zwischen dem Hirsch und einer stark befahrenen Straße zu stellen. „Damit nicht sofort das nächste Unglück geschieht“ und er in die andere Richtung wechselt. Schließlich stand er auf und zog in Damhirsch-Manier in ein Maisfeld. Das Resümee von Grunow: "Ich war schweißgebadet. Aber es ist ein herrliches Gefühl, dem Tier so geholfen zu haben."
BS