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Jäger befreien Damhirsch

Berthold Quast hat getroffen: Der Pfeil sitzt in der Keule, langsam geht der betäubte Hirsch zu Boden. Foto: Henning Prill


Bauarbeiter hatten den Hirsch am Dienstag bei Arbeiten nahe einer Pferdekoppel in Freudenberg bemerkt. Das junge Tier versuchte sich immer wieder mit heftigen Bewegungen aus seiner Falle zu befreien, wodurch sich die Litze immer enger um Träger und Geweih zog. Die Männer verständigten daraufhin den zuständigen Jäger Erhard Nöll, der zufällig im Revier ansaß.
Dieser rief Berthold Quast, Spezialist für Tiernarkose, zum Ort des Geschehens. Der erste Schuss aus dem Narkosegewehr verfehlte noch das Ziel, doch nach dem zweiten Versuch saß der Pfeil auf der Keule. Nach kurzem Warten ging der erschöpfte Hirsch betäubt zu Boden, sodass er schließlich befreit werden konnte. Durch das Gegenmittel erwachte das Stück wieder und verschwand langsam auf wackeligen Beinen im nächstliegenden Wald.
Der erfahrene Tierbetäuber Quast vermutet aufgrund der Spuren, dass der Knieper über sechs Stunden in dem Zaun gefangen gewesen sein muss. „Der wollte wohl an die Äpfel, die in der Koppel von den Bäumen gefallen sind“, sagte er im Gespräch mit jagderleben. Gegenüber dem WDR zeigte sich Jagdaufseher Nöll verärgert. Auf der Koppel stünden schon lange keine Pferde mehr, weswegen der Zaun entweder abgebaut, oder vernünftig gespannt werden müsse. Es sei bereits der vierte oder fünfte Hirsch, der sich den Litzen verfing und gerettet werden musste.
Einen Filmbeitrag des WDR von der Rettungsaktion finden Sie hier.

BS