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Jäger-Auto landet in Wildbach

Etwa 30 Meter tief war der Geländewagen abgestürzt. Entsprechend schwierig war die Bergung. Foto: RCH © RCH

Der 36-Jährige Waidmann war offenbar beim Rückweg von der Jagd auf einem Güterweg von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem BMW abgestürzt. Die zufällig vorbeikommenden Männer alarmierten sofort ihre Kameraden vom Löschzug Wörth, nachdem sie den Wagen mit leuchtenden Scheinwerfern in dem tosenden, hochwasserführenden Wildbach entdeckt hatten.
Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nach zirka zehn Minuten hatten die Ersthelfer den Fahrer, der sich auf die Motorhaube seines Fahrzeugs gerettet hatte, beruhigt. „Der Mann stand unter Schock und hatte leichtere Blessuren“, berichtet einer der an der Rettung beteiligten Feuerwehrleute gegenüber jagderleben. Dabei hatte der Unglücksfahrer noch Glück im Unglück, dass sein Fahrzeug auf den Rädern im Bachbett gelandet war und somit teilweise aus dem Wasser ragte: „Wäre der auf dem Dach gelandet, hätte es sicher anders aus´gschaut“, ist sich einer der Retter sicher. So aber konnte der Jäger mittels einer Korbtrage geborgen und zur Versorgung ins Spital nach Zell gebracht werden.
Derartige Unfälle bei der Jagd ereignen sich leider immer wieder. Viele Jäger sind das Fahren im Gebirge - insbesondere auf engen, meist schlecht befestigeten Forstwegen - nicht gewohnt. Das steile Gelände, Niederschläge und Dunkelheit sorgen für zusätzliches Gefahrenpotential. Bei denjenigen, die sich ständig dort bewegen, führt oft die Routine zum Leichtsinn. Binnen Jahresfrist sind der Redaktion fünf solcher Abstürze mit Fahrzeugen in Zusammenhang mit der Jagdausübung – zum Teil mit tödlichem Ausgang – bekannt geworden (siehe Link-Hinweise unten).
Daher passend zum Begin der Bergjagd-Saison der Appell: Bei Fahrten auf befestigten und unbefestigten Fahrbahnen in steilem Gelände ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Besonders nach vorangegangenen Niederschlägen, die nicht selten zu Schäden an Straßen und Wegen im Gebirge führen.
JMB