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Jäger angeschossen – schnelle Einigung vor Gericht

80-jähriger Jäger schießt Kollegen auf Treibjagd mit Flinte an.


Ein 80-jähriger Jäger musste sich am Freitag (6. Juli) in Ried am Inn (Österreich) wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Waidmann hatte im Oktober 2017 auf einer Treibjagd zweimal auf einen flüchtigen Hasen geschossen, der durch die Schützenkette lief. Dabei traf er einen 25-jährigen Mitjäger, der etwa 50 Meter entfernt war. Dieser trug zum Teil schwere Verletzungen an Kopf und Beinen davon. Laut der österreichischen „Kleinen Zeitung“ zog sich das Opfer unter anderem Schäden an der Netzhaut zu.

Jäger kommt mit Geldzahlung davon

Dem geständigen Jäger wurde gleich zu Beginn der Verhandlung eine Diversion vorgeschlagen. Dabei verzichtet das Gericht auf ein förmliches Strafverfahren mit dem Angebot einer belastenden Maßnahme. Dies kann gemeinnützige Arbeit oder eine Geldzahlung sein. Der bis dahin unbescholtene Waidmann, der zum Tatzeitpunkt nicht alkoholisiert war, stimmte einer Auflage in Höhe von 1100 Euro zu. Er gilt damit nicht als vorbestraft. Der Sohn des Angeklagten beglich den Betrag sofort.


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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